Die wunderschöne und geheimnisvolle Karte des Mondes weckt Gefühle von Angst und Beklemmung. In der Dunkelheit der Nacht ist nichts klar, und eine überbordende Fantasie kann zu Illusionen und irrationalen Ängsten führen. Wenn du dir über den weiteren Weg unsicher bist, vertraue deinen Instinkten, höre auf deine Intuition und taste dich voran. Sterne und Sonne strahlen ihr eigenes Licht aus, der Mond hingegen kann es nur reflektieren. Ist wirklich alles so, wie es scheint? Könnte sich hinter der dunklen Seite des Mondes eine verborgene Absicht verbergen?

Das Wild Unknown Tarot von Kim Krans zeigt ein schlichtes Schwarz-Weiß-Bild mit einem goldenen Mond, eingefasst in einen regenbogenfarbenen Rahmen. Der schwarze Himmel wirkt wie gekritzelt und betont die scharfen Kanten der weißen Bäume im Vordergrund. Der Stil des Bildes erinnert mich an verängstigte Tiere mit gesträubtem Fell. Das traditionelle Bild der Mondkarte zeigt einen Hund und einen Wolf, die den Mond anheulen – Symbole des animalischen Selbst, der primitiven und wilden Seite des Menschen. Die Interpretation dieser Künstlerin vermittelt das Gefühl, dass etwas Wildes und Unheimliches im Schatten des Waldes lauert. Die Fantasie kann hier ungehindert fließen, Kreativität entsteht in diesem Raum aus Träumen, Ängsten und Sorgen. Diese Karte warnt uns davor, nicht zu lange in diesem Ort der Angst zu verweilen und uns zu verlieren.

Ein farbenfroheres und verträumteres Bild erwartet uns im „Journey to Enlightenment Tarot“ von Selena Joy Lovett. Der Mond ist sofort als vom klassischen Rider-Waite-Smith-Tarot inspiriert erkennbar: ein Gesicht mit geschlossenen Augen, das in Gedanken versunken nach unten blickt. Darunter blickt eine zweite Mondsichel herab, verschlungen mit den Sternen und Schatten von Gestalten in dieser reichen Traumlandschaft. Diese Version der Mondkarte ist geheimnisvoller und verträumter. Sie strahlt eine Stille aus und mahnt uns, uns Zeit zu nehmen und in Unklarheiten auf unser Gefühl zu hören. Hüten wir uns davor, Dinge für bare Münze zu nehmen; vielleicht werden wir im Dunkeln gelassen. Hören wir auf unsere Träume, auf unsere Intuition, nehmen wir uns Zeit zum Nachdenken, bevor wir weitergehen.

Das Blood Moon Tarot von Sam Guay fordert uns auf, die Wahrheit zu hinterfragen. Das verträumte, fließende Bild mehrerer Masken, die von einem Gesicht gehoben werden, lädt zur Selbstreflexion ein. Es regt dazu an, unser Wesen zu hinterfragen. Der Mond symbolisiert die Grauzone zwischen dem, was nicht unbedingt schwarz und weiß ist. Es kann großen Mut erfordern, diesen mondbeschienenen Pfad zu beschreiten, doch selbst die schlimmsten Nächte gehen irgendwann zu Ende, und aus den Träumen kann Kreativität entstehen. Sam Guay fragt im Begleitbuch zu seinen Karten: „Welche wilden, unbekannten Orte in dir musst du erkunden?“

Obwohl die Mondkarte Angst und Sorge vor einem ungewissen Weg symbolisieren kann, strahlt sie auch Ruhe aus. Die Bäume des Wild Unknown Tarot erinnern mich an die Türme des traditionellen Bildes, durch deren Mitte ein Pfad führt. Haben wir die Türme des Bewusstseins bereits durchschritten und blicken von der anderen Seite zurück? Ohne die Dunkelheit könnte das reflektierte Licht des Mondes nicht da sein, um deine Träume und Albträume zu erhellen. Nutze diese Zeit zur Selbstreflexion und vertraue stets deiner Intuition.

Shop the decks

Check out the Tarot decks featured in this blog:

The Wild Unknown Tarot
Journey to Enlightenment Tarot
Blood Moon Tarot